Kompetenz verbindet

Die Unternehmen „Kameleon“, „Schilling Raumkonzepte“ und „Schreinerei Moser“ haben sich zu einem Unternehmensverbund zusammengeschlossen und bündeln künftig ihre Kompetenzen und Ressourcen in der Gestaltung von Räumen.

eingestellt am 10. Februar 2015

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Im Zusammenschluss der drei Unternehmen ist es möglich das Angebotsspektrum zu erweitern. Unsere Zielgruppen sind Krippen, Kindergärten, Horte, Schulen, Kliniken und Einrichtungen der Jugendhilfe.

Unsere Kunden dürfen auch weiterhin auf kompetente Beratung und prozessorientierte Begleitung vertrauen. Wir erarbeiten individuelle Raumkonzepte, Farb- und Lichtkonzepte, die sich an den Wünschen unserer Kunden, den Bedürfnissen der Nutzer und den räumlichen Gegebenheiten orientieren. Die Fertigung von Einbauten und Möbeln erfolgt fachgerecht in unseren eigenen Werkstätten. Der Einbau wird zuverlässig von unseren Mitarbeitern – alternativ auch im Rahmen von Mitbauprojekten – ausgeführt. Wir bieten zudem Evaluation, Weiterbildung, Vorträge und Seminare an.

 

Was uns leitet
Jeder Mensch hat ein Recht auf Respekt, Wertschätzung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Die Grundannahme, dass jeder Mensch einzigartig ist und lebenslang nach größtmöglicher Autonomie in sozialer Gebundenheit strebt, leitet uns in der Gestaltung von Räumen. Unser Ziel ist Räume zu schaffen, die diese Haltung sichtbar und erfahrbar werden lassen. Räume, in denen sich Menschen geborgen und wertgeschätzt fühlen. Räume, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichen ihre Potenziale zu entfalten und dabei Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

 

Kinder sind kompetent
Kinder sind kompetent und sie haben ein Recht auf Bildung von Anfang an. Bildung ist Selbstbildung, eingebunden in soziale Prozesse und eine räumlich-materielle Bildungsumgebung. Wir können Kinder weder bilden noch entwickeln. Wir können jedoch Bedingungen schaffen, in denen sich Kinder eigenaktiv bilden und gut entwickeln können.

 

Räume für Kinder
In unseren Raumkonzepten für Kinder berücksichtigen wir Entdeckungslust, Bewegungsfreude und Forscherdrang. Wir gestalten Möglichkeitsräume, in denen sich Kinder gut orientieren und eigenaktiv sein können. Wenn der Raum seine Aufgabe als „dritter Pädagoge“ (Reggio-Pädagogik) erfüllt, ermöglicht er gesunde Entwicklung und fördert kindliche Selbstbildungspotenziale. In einer wohldurchdachten „vorbereiteten Umgebung“ (Maria Montessori) erleben sich Kinder kompetent und selbstwirksam. Der Einsatz sinnenreicher Materialien (z.B. Holz, Sisal, Kork, Jute) bewirkt eine natürliche Stimulation der Wahrnehmung im Alltag.

 

Unsere Grundkonzepte
In der Gestaltung von Räumen orientieren wir uns am „Hamburger Raumgestaltungskonzept“*. Eine weitere Grundlage ist das „Würzburger Modell – Bauen für Geborgenheit“**. Diese Konzepte haben das Ziel eine räumliche Umgebung zu gestalten, die Kindern ausreichend Raum für Entfaltung bietet. Sie sind fachlich fundiert, praxiserprobt und stehen nicht in Konkurrenz zueinander sondern unterscheiden sich in ihren Gestaltungs- und Formensprachen. Ein weiterer Aspekt in unserer Beratungskompetenz stellt das Konzept „Bewegte Kinderkrippe“*** dar. Es wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. 2012 mit dem Qualitätssiegel „besonders entwicklungsfördernd“ ausgezeichnet.

 

Unsere Lösungen
Wir gestalten nutzungsoffene Erfahrungsräume und entwickeln individuelle und kindgerechte Lösungen. Die Aspekte „Sicherheit“ und „Herausforderung“ sind kein Widerspruch sondern unser Konzept, das wir in der Raumgestaltung mit sehr viel Sorgfalt gleichermaßen berücksichtigen. Der Mehrwert einer pädagogisch durchdachten Raumgestaltung lässt sich am Besten in dem Zitat von Kurt Gerwig zusammenfassen: „Wenn Kinder in unserer Gesellschaft einen Platz haben sollen, müssen wir ihnen den Raum geben, den sie brauchen.“

 

Unsere Kompetenz
Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team aus Pädagogen, Architekten, Innenarchitekten, Künstlern und Handwerkern zusammen. Wir verfügen über langjährige Erfahrung und eine hohe Fachkompetenz. Wir sind offen für neue Entwicklungen und prüfen diese vor dem Hintergrund unserer Unternehmensphilosophie kritisch.

 

* entwickelt von Angelika von der Beek, Diplom-Pädagogin, Fachberaterin, Fortbildnerin, Autorin, in Zusammenarbeit mit Matthias Buck und Annelie Rufenach
** entwickelt von Professor Wolfgang Mahlke in Zusammenarbeit mit der Architekturwerkstatt Würzburg, als Forschungsprojekt 1986-1991 konzipiert und auf der Fachtagung in Würzburg1991 vorgestellt
***entwickelt von der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Ungerer-Röhrich und Team in Zusammenarbeit mit Matthias Sauer und Gottfried Schilling.

Spielplätze müssen unter die Haut gehen

Ein Interview mit Dr. Dieter Breithecker

eingestellt am 28. November 2013

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Dr. Dieter Breithecker setzt sich in seiner Arbeit als Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. u.a. für bewegungsfördernde Spielplätze ein. Er ist sich sicher: “Wer Kinder überbehütet raubt ihnen Lebensfreude, Selbstbewusstsein und die Chancen Krisen meistern zu lernen.”

 

Spielfreude und Spielrisiko? – Auf den meisten Spielplätzen Fehlanzeige! Unsere Spielplätze sind zu sicher und das ist schädlich für die kindliche Entwicklung, denn Kinder fühlen sich unterfordert, nicht motiviert und wenden sich ab. Das wollten wir genauer wissen…

 

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Kitas bewegen: Seminar im Spe-Mühle Familienzentrum am 24. Januar 2014

Ein Seminar mit Helmut Bandosz, Ines Eisenbarth, Verena Popp, Susanne Przybilla, Michael Raff,

Matthias Sauer, Gottfried Schilling und Ulrike Ungerer-Röhrich

Sie möchten teilnehmen? Dann melden Sie sich bis zum 10. Januar hier an:

ANMELDUNG

 

eingestellt am 14. Oktober 2013

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Veränderungsprojekte gestalten – Mehr Bewegung in die Kita

Weiterentwicklungen brauchen Veränderung. Sie entspringen aus der Freude am Denken und dem Mut, der eigenen Intuition zu folgen und Neuland zu betreten.

Der Fortbildungstag 2014 – mit Akteuren aus Pädagogik/Kindergarten, Wissenschaft, Spielraumplanung und Handwerk möchten das Bewusstsein dafür schärfen und Ihnen Mut machen, die Herausforderungen der Zukunft anzupacken.

Sie wollen Kitas bewegt und innovativ verändern? Dann freuen wir uns auf einen bewegten Fortbildungstag mit Ihnen.

Die Fortbildung soll Wege eröffnen, Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Pädagogische Fachkräfte, Kita-Träger und Handwerker können gemeinsam Bewegung in Kitas bringen. Kooperatives Planen und gemeinsames Gestalten von Räumen offenbart Ihnen Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden, Ihre Potentiale zu entfalten, Ihre Stärken einzubringen und die Kita auf dem Weg zur innovativen, bewegten Einrichtung zu begleiten.

Ziel der Fortbildung ist es, den Kreislauf zu erleben, den es zur Entwicklung und zur Sicherung von Qualität in Kitas braucht.

 

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Spannende Erfahrungswelt – aus dem Didacta-Magazin 03/2013

Inga Bodenburg

eingestellt am 10. September 2013

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Gerade kleine Kinder lernen mit allen Sinnen von und mit ihrer Umgebung. Wie Kita-Räume zu anregungsreichen und sicheren Lernlandschaften für unter Dreijährige werden, zeigt Meine Kita-Autorin Inga Bodenburg.

Ben ist knapp zwei Jahre alt. Seit etwa drei Monaten ist er Teil der Gemeinschaft von zwölf Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun Monaten und drei Jahren. „Er hat sich eigentlich gut eingelebt“, berichtet Emilia, seine Bezugserzieherin. „Er genießt es, mit den anderen Kindern zusammen zu sein. Er baut Bezüge zu den Erwachsenen auf. Nur unser Angebot: Anfangs schien es, als sei es ihm unerreichbar fremd und neu. Er machte noch keinen Gebrauch davon und hielt sich am liebsten beobachtend am Rand des Geschehens auf – mit seinem Fußball und seinem Bagger von Zuhause. Doch nach einiger Zeit wagte er sich dran und begab sich auf Erkundungstour.“

 

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ERGÄNZUNGEN ZU DEM ARTIKEL FINDEN SIE IN DIESEM ZUSÄTZLICHEN TEXT (175 KB)

 

Weiterführende Informationen:

Christel van Dieken und Julian van Dieken
Kinder von 0 bis 3 – Film: Ganz nah dabei – Raumgestaltung in Kitas für 0-bis 3-Jährige: Ein Film für Teamfortbildung… Cornelsen Scriptor (April 2013)

 

Christel van Dieken und Julian van Dieken
Kinder von 0 bis 3 – Praxis: Einblicke in Kitas: Schöne Räume für 0-3-Jährige Cornelsen Scriptor (15. Februar 2013)

 

Veröffentlicht in: Meine Kita – Das didacta Magazin  für den Elementarbereich

Bodenburg, I. (2013). Spannende Erfahrungswelt. In: Meine Kita – Das didacta Magazin  für den Elementarbereich, 03/2013, Darmstadt: Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH, S. 16-20

Schatzsuche im Kindergarten – Stärken von Kindern, ErzieherInnen und Eltern im Fokus

Ines Eisenbarth, Verena Popp, Sonja Quante, Ina Thieme, Anja Biemann, Ulrike Ungerer-Röhrich

eingestellt am 01. August 2013

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Im Kindergarten sollen Kinder unabhängig von ihrem kulturellen, ethnischen und sozialen Hintergrund zu gesunden, sozial verantwortlich handelnden, kreativen, innovationsfreudigen, lebenslang lernfähigen, multimedial gebildeten, weltoffenen, experimentier-und entdeckerfreudigen, auch interkulturell versierten und sprachkompetenten Bürgern heranwachsen. Diese Forderungen – zugegeben etwas zugespitzt formuliert – werden seit einigen Jahren in allen Bildungs- und Erziehungsplänen der Bundesländer an die Einrichtungen gestellt (z.B. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Staatsinstitut für Frühpädagogik 2006). Erzieherinnen fühlen sich häufig überfordert, alle an sie gestellten Ansprüche in Bezug auf Kindererziehung und -bildung zu erfüllen. Im Zuge der momentanen Bildungsoffensive geraten dann leider Themen wie Gesundheit und Bewegung leicht in den Hintergrund (Krenz 2006). Zu Unrecht, bilden doch körperliches und seelisches Wohlbefinden gleichsam die Voraussetzungen für einen wachen und aufmerksamen Geist, und erschließen sich Kinder die Welt
gerade über Wahrnehmung und Bewegung (Zimmer 2004). Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang „Gesundheit“? Wie können Erzieherinnen trotz der Vielzahl der täglich an sie gestellten Anforderungen auch noch dem Anspruch gerecht werden, eine bewegungsfreundliche und anregende Umgebung für die Kinder zu gestalten? Eine mögliche Hilfestellung kann den Erzieherinnen hier das Konzept der Ressourcenorientierung bieten. Im folgenden Artikel wird zunächst erläutert, auf welchem Gesundheitsverständnis ein ressourcenorientiertes Arbeiten basiert. Nachfolgend wird der Unterschied zwischen einer defizitorientierten Denk- und Vorgehensweise im Vergleich zu einer stärkenorientierten Betrachtungsweise bei Kindern an einem Praxisbeispiel verdeutlicht. Im dritten Teil geht es schließlich darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie es gelingen kann, die Stärken von Kindern, Erzieherinnen und Eltern zu fördern, so dass letzten Endes das gesamte System Kindergarten von diesen Ressourcen profitiert.

 

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Eisenbarth, I., Popp, V., Quante, S., Thieme, I., Biemann, A. & Ungerer-Röhrich, U. (2006). Schatzsuche im Kindergarten – Stärken von Kindern, Erzieherinnen und Eltern im Fokus. In: Haltung & Bewegung, 04/2006 Jg26, Wiesbaden: Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V., 15-22.

Von Fehlerfahndern zu Schatzsuchern

Ulrike Ungerer-Röhrich

eingestellt 01. August 2013

 

Täglich kann man über Schwierigkeiten und Probleme von Kindern in den Medien hören: Die Kinder sind zu dick, sie schaffen bestimmte motorische Leistungen nicht mehr wie früher oder fallen durch aggressives Verhalten unangenehm auf. Durch diese – in unserer Gesellschaft leider sehr verbreitete – Fehlerfahndersicht werden immer neue Defizite bei Kindern entdeckt. Oft wird diese Perspektive aus der Schule durchaus bestätigt. Die Konsequenz der Problemperspektiven: Kinder werden zu Versagern!

 

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Ungerer-Röhrich, U. (2007). Brennpunkt: Von Fehlerfahndern zu Schatzsuchern. In: sportunterricht 56 (2007), Heft 4, Schorndorf: Hofmann Verlag, 97.

Konzept unserer Kinderkrippe

Die Krippe ist für uns die erste Bildungseinrichtung die ein Kind besucht.

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„Kinder haben ein Recht auf Bildung.” heißt es im BayKiBiG. Dieses Recht wird nicht erst mit Schuleintritt wirksam, sondern bereits mit Geburt, denn Kinder lernen von Geburt an.
Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit stehen die Kinder und deren Bedürfnisse. Gegenseitige Wertschätzung, Achtung und Toleranz  sind die Grundlage in der Kinderkrippe. Auf der Basis  von Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit, liebevoller Atmosphäre und Anerkennung haben die Kinder die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen, zu beobachten und zu lernen. Durch emotionale Wärme und positive Wertschätzung werden die Kinder aktiv unterstützt, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aufzubauen.
Wir wollen den Kindern individuelle Entwicklungsspielräume anbieten und sie in ihrer Entwicklung begleiten und fördern. Wir setzen bei ihren Stärken an und gleichen Schwächen aus. Ganz wichtig ist uns die Förderung der Selbstständigkeit und der Kreativität.
In der Kinderkrippe erhalten die Kinder ihren individuellen Entwicklungsspielraum. Das heißt, dass die Kinder nach ihren Möglichkeiten und ihrem persönlichen Entwicklungstempo gefördert werden. Unser pädagogisches Ziel ist es, dem Kind die notwendigen Entwicklungsspielräume zu schaffen. In jeder Entwicklungsstufe entstehen beim Kleinkind neue Bedürfnisse, die es zu weiteren Entwicklungsschritten veranlasst. Dadurch gelangt es zu neuen Erkenntnissen. Angebote zur Förderung der Entwicklung setzen immer an den Stärken, Interessen und Bedürfnissen des Kindes an. Um Über- und Unterforderung zu vermeiden, ist eine genaue Beobachtung der Entwicklungsschritte Voraussetzung. Wichtig sind auch die Gespräche mit den Eltern, die uns wichtige Informationen über ihr Kind vermitteln. In jedem Kind liegt die Fähigkeit sich selbst zu entwickeln. Wir als Erzieher begleiten es dabei.
Unser Grundgedanke:

„Soviel Selbständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.!

Das Kind geht im Spiel fast ausschließlich seinem eigenen Willen und Bedürfnis nach. Intensives, für das Kind befriedigendes Spiel braucht seinen Freiraum, ebenso einen geordneten Rahmen. Durch die Freiheit der Wahl des Spiels wird das Kind in lustbetonter Weise zu eigener Initiative und Entscheidung geführt.

Sie, liebe Eltern, kennen die Entwicklungsphase ihres Kindes und sie wissen, wie die Kinder forschen und Informationen aufnehmen. Die Kinder scheinen bestens ausgerüstet zu sein, viele unterschiedliche Informationen gleichzeitig aufzunehmen. Es gibt kein Curriculum, die Devise der Kinder in diesem Alter lautet:

Raff´dir so viel Informationen, wie du kannst.

Kinder beginnen erst etwas zu lernen und lassen das Thema aber sofort wieder fallen, wenn etwas Interessanteres ihren Weg kreuzt. Wenn wir die Kinder beobachten, wie sie sich die Welt erobern, kommen wir mit der Babyforscherin Christine Brinck zu dem Ergebnis, dass die Kleinkinder eine höhere Lernfähigkeit haben als die Erwachsenen.

Bewegung macht schlau – Aspekte für eine entwicklungsfördernde Raumgestaltung in Kindergarten und Krippe

Bewegung kommt im frühkindlichen Bildungs- und Lernprozess eine bedeutende Rolle zu.

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Säuglinge und Kleinkinder lernen sich zu Bewegung und gleichzeitig entdecken sie über Bewegung sich selbst und ihre Umwelt. Kleine Kinder müssen etwas ergreifen, um es zu begreifen und etwas anfassen und es zu erfassen. Bewegung hilft ihnen, selbständig zu werden und Selbstvertrauen zu gewinnen, Sozialkompetenz und erstes Weltwissen aufzubauen, kurz: sich kindgerecht zu bilden. Doch um etwas zu lernen, müssen Kinder von dem, was sie tun auch ergriffen und erfasst sein! 

Was heißt das für die Raumgestaltung in Kindertageseinrichtungen? Wie können wir Räume so konstruieren, dass sie der Entwicklung von Kindern gut tun, das bewegte, explorative Lernen unterstützen und an ihrer Lebenswelt anknüpfen? Welche Themen und Interessen haben Kleinkinder? Wie kann ich als Lernbegleiter die Bewegungsentwicklung der Kinder entwicklungsfördernd begleiten?


Das Raumkonzept “bewegte Kinderkrippe” wurde von Prof. Dr. Ulrike Ungerer –Röhrich und Susanne Wolf (Universität Bayreuth) , sowie den Spielraumentwicklern Matthias Sauer (Ochsenfurter Spielbaustelle) und Gottfried Schilling (Schilling Raumkonzepte) entwickelt und von der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V.) mit dem Siegel “besonders entwicklungsfördernd” ausgezeichnet.

Wir stellen das Raumkonzept und die Bewegungskinderkrippe in Bayreuth vor dem Hintergrund entwicklungs-, neurobiologischer  und architekturpsychologischer Aspekte vor.